„Zu uns – Mit uns“

„Warum sind da schwarze und weiße Streifen auf der Straße?“

„Wie komme ich bei den vielen Autos am besten auf die andere Straßenseite? Kann ich einfach losgehen? Die sehen mich doch!“

„Wir brauchen Brot und Äpfel. Wo gehe ich hin? Kann ich die Äpfel einfach in meine Tasche stecken? Was muss ich denn jetzt machen, um zu bezahlen?“

„Wer hilft mir, wenn ich Husten und Fieber habe?“

Alltäglichkeiten werden zu riesigen Problemen, wenn man nicht weiß,

– wie oder wo man etwas macht, wen oder vor allem auch wie man fragen kann,

– ob man auch richtig verstanden wird, wenn man fragt,

– ob man das Verhalten der anderen auch richtig versteht.

Alles, was uns selbstverständlich ist im täglichen Leben, stellt für Kinder, die aus anderen Kulturen und Zivilisationen zu uns kommen, oft ein unüberwindbares Hindernis dar. Das schafft Unsicherheit, Außenseitergefühl und führt nicht selten auch zu Aggressivität.

Mit unserem Projekt „Zu uns – Mit uns“ wollen wir solchen Kindern in Kleinstgruppen auf spielerischem Wege zu Sicherheit in Alltagssituationen verhelfen.

Es geht um elementare Sach- und Situationskenntnisse, Wortschatzerwerb, Fragetechniken und/oder Regeln des sozialen Miteinanders.

Wie die Kinder gefördert werden hängt immer ganz davon ab, was die Kinder mitbringen bzw. brauchen und was die Betreuer einbringen können. Insofern sind alle, die in diesem Projekt arbeiten, gemeinsam auf der Suche nach dem besten Weg für die Kinder.

Ganz wichtig ist für alle diese Kinder, dass sie sich angenommen fühlen mit ihren Schwierigkeiten und sehen, dass hier Menschen sind, die regelmäßig ihre Zeit dafür einsetzen, damit sie besser mit uns leben können.