Fachberatungsstelle

Fachberatungsstelle Kinderschutzbund

Die Fachberatungsstelle für von sexuellem Missbrauch betroffene Mädchen und Jungen ist Anlaufstelle für alle Kinder und Jugendlichen, die sexuelle Übergriffe erlitten haben, oder bei denen die Vermutung auf sexuellen Missbrauch besteht.

Diagnostik bei sexualisierter Gewalt an Kindern                                                                          

Mütter, Väter und andere Angehörige, aber auch LehrerInnen, SchulsozialarbeiterInnen, ErzieherInnen und andere im psychosozialen Bereich Tätige können sich an die Fachberatungsstelle wenden, wenn sie vermuten oder davon erfahren, dass ihr7ein Kind sexuelle Übergriffe erlitten hat.

In der Diagnostik steht in solchen Fällen die Klärung der Vermutung im Mittelpunkt. Dieser Klärungsprozess findet mit dem Kind in einem spieltherapeutischen Rahmen statt.

Auf der Grundlage eines umfassenden Bildes der Gesamtsituation des Kindes und seiner sozialen Umgebung wird der Frage nachgegangen, ob das Kind sexuelle Übergriffe erlebt hat. Dabei werden auch andere Möglichkeiten mit berücksichtigt, die zu den beobachteten Auffälligkeiten oder zu den vorliegenden Äußerungen des Kindes geführt haben könnten.

Im Falle der Bestätigung der Vermutung ist das vorrangigste Ziel, das Kind vor weiteren Übergriffen zu schützen und die dafür notwendigen Schritte einzuleiten.

Beratung und Therapie
Um die Auswirkungen der psychischen Verletzungen durch Gewalt, insbesondere sexuelle Gewalt an Mädchen und Jungen auffangen zu können, bieten wir ein differenziertes Angebot:

  • offene, niedrig schwellige, altersdifferenzierte Kontakt- und Beratungsangebote für Mädchen und  Jungen
  • Beratung und Therapie zur Aufarbeitung der sexuellen Übergriffe, evtl. auch  Aufarbeitung der Trennung vom Elternhaus sowie Vermittlung von ergänzenden pädagogischen Angeboten
  • Prozessbegleitung, d.h. Unterstützung und Begleitung bei notwendigen polizeilichen und richterlichen Anhörungen
  • Elternberatung zur Stützung ihrer Kinder nach Aufdeckung sexueller Gewalt
  • Beratung von Bezugspersonen und  Familienangehörigen
  • Beratung von ErzieherInnen,  LehrerInnen und außerfamiliären Bezugspersonen zur persönlichen Begleitung und Unterstützung bei vermutetem sexuellen Missbrauch
  • Team-, Fall- sowie Fachberatung und Fortbildung für MultiplikatorInnen
  • Mitarbeit bei der Durchführung des Hilfeplanverfahrens gemäss § 36 KJHG

Sexueller Missbrauch bedeutet für ein Kind die Erfahrung von Ohnmacht und Demütigung, bedeutet Desorientierung und Verunsicherung sozialer Bindungen. Hinzu kommen ein oft mit Drohungen verbundenes Geheimhaltegebot sowie Loyalitätskonflikte, die dem spontanen Wunsch des Kindes nach Offenbarung und Hilfe entgegenstehen. Die daraus hervorgehenden Konfliktspannungen sind Ursachen für die Folgeschäden.

Priorität bei allen Maßnahmen hat immer der Schutz des Kindes/der Jugendlichen. Es gilt, das Kind/die Jugendliche vor weiteren Übergriffen und vor sekundären Traumatisierungen als Folge unangemessener Intervention zu schützen.

Kontaktformular der Fachberatungsstelle

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