Aufgespießt

30. April

Tag der gewaltfreien Erziehung

Körperliche, seelische und sexuelle Gewalt ist in den Familien bei uns immer noch viel verbreiteter als wir wahrnehmen und oft auch wahrnehmen wollen. Die meisten Menschen betrachten das, was in der Familie geschieht, als deren Privatangelegenheit. Es sind schließlich die eigenen Kinder dieser Eltern und die Eltern sind verantwortlich.

Aber Kinder sind dennoch kein Eigentum und die Rechte der Eltern stoßen da an ihre Grenze, wo die Rechte des Kindes beginnen. Daher greift die Gesetzgebung auch in solchen Fällen in die familiären Verhältnisse ein – zum Schutz des Kindes.

Seit 2000 ist das Recht des Kindes auf gewaltfreie Erziehung durch Gesetz abgesichert.

Niemand wird bestreiten, dass Kinder die Nerven oft arg strapazieren können und meist auch ziemlich genau wissen, wie man das macht. Das ist auch nicht verwunderlich, da sie vieles, das man ihnen abverlangt, aus ihrer Perspektive nicht wirklich verstehen. Und sie müssen diesen Weg immer als der schwächere Partner gehen und müssen lernen, die gesetzten Grenzen zu akzeptieren..

Verständnisvolle und liebevolle Zuwendung helfen ihnen dabei am besten. Dazu sollte es nicht erst des Gesetzgebers bedürfen.

Gerhild Tobergte

Vorsitzende Kinderschutzbund OV Duisburg